Download Die Bundeswehr als Instrument deutscher Außenpolitik by Ulf Krause PDF

By Ulf Krause

Warum ist die Bundeswehr immer noch kein „normales“ device der Außenpolitik – trotz der dritten grundlegenden Reform in knapp 20 Jahren? Die Antwort gibt das Buch von Ulf von Krause, Generalleutnant a.D., promo­vierter Politikwissenschaftler und Ökonom: über Jahrzehnte ver- bzw. behinderten die bei Gründung der Bundeswehr zur „Einhegung“ der neuen Streit­kräfte gesetzten Strukturmerkmale sowie eine verbreitete gesellschaftliche Ablehnung des Militärischen die Anpassung an das erweiterte Aufgabenspektrum nach Ende des Ost-West-Konflikts. Der Autor zeichnet den mühsamen Prozess der Überwindung juristischer, politischer und historischer Hindernis­se für eine „normale“ Nutzung von Militär als software der Außenpolitik nach und beschreibt, wie Positionen in Politik und Gesellschaft – innenpoli­tische Ziele, Vertuschen des Gewaltpotentials von Militär, Zivilmachtdenken und Defizite in der Definition deutscher Interessen – tendenziell auf Kosten von Einsatzbereitschaft und Kampfkraft der Streitkräfte gingen.

Show description

Read Online or Download Die Bundeswehr als Instrument deutscher Außenpolitik PDF

Best politics & government books

M60 Patton

Armor #23

Going Europe or Going Dutch

The eu Union has a big impact at the executive and rules of its member states. it really is therefore brilliant that the ways that nationwide governments try to form ecu rules is a subject heavily understudied. This e-book discusses appropriate educational insights and provides a framework for analysing nationwide curiosity illustration.

Die Bundeswehr als Instrument deutscher Außenpolitik

Warum ist die Bundeswehr immer noch kein „normales“ software der Außenpolitik – trotz der dritten grundlegenden Reform in knapp 20 Jahren? Die Antwort gibt das Buch von Ulf von Krause, Generalleutnant a. D. , promo­vierter Politikwissenschaftler und Ökonom: über Jahrzehnte ver- bzw. behinderten die bei Gründung der Bundeswehr zur „Einhegung“ der neuen Streit­kräfte gesetzten Strukturmerkmale sowie eine verbreitete gesellschaftliche Ablehnung des Militärischen die Anpassung an das erweiterte Aufgabenspektrum nach Ende des Ost-West-Konflikts.

Honour Among Men and Nations: Transformations of an Idea

To no staff topic to sociological and political research has honour looked as if it would topic greater than to the army. Their inspiration of it has in general been permitted because the so much more desirable, open to emulation to the constrained quantity that assorted conditions and reasons in non-military lifestyles let. The degeneration of this idea and of the general public realm within which honour’s tasks must be saw is the topic of this booklet, in keeping with the 1981 Joanne Goodman Lectures on the collage of Western Ontario.

Extra info for Die Bundeswehr als Instrument deutscher Außenpolitik

Example text

B. keine weitreichenden Fernmeldesysteme und keine Fähigkeiten, Truppenteile und/oder logistische Ressourcen über große Entfernungen zu verlegen, insbesondere keinen strategischen Lufttransport. Damit war die Bundeswehr „strukturell nichtangriffsfähig“, ein Aspekt, der im zweiten, umfassenden Weißbuch 1970 deutlich ausformuliert wurde. Es heißt dort: „Die Streitkräfte der Bundeswehr sind zwar zum taktischen Gegenangriff befähigt, nicht jedoch zu einer raumgreifenden Offensive. Der logistische Unterbau für Versorgung und Nachschub ist, wie die Truppe selbst, auf Verteidigung zugeschnitten.

Gleichzeitig hält die Bundesregierung an dem Ziel der weltweiten Abschaffung aller Massenvernichtungswaffen fest, auf die Deutschland völkerrechtlich verbindlich verzichtet hat. Die Mitgliedstaaten der NATO haben seit Anfang der 90er Jahre die Anzahl der substrategischen Nuklearwaffen in Europa um mehr als 85 Prozent reduziert. “ (Bundesministerium der Verteidigung 2006, S. 33). Vgl. a. 2009, S. 32 f. 2008, S. 18126. de. 2012). 3 Gesellschaftliche Kampagnen gegen Wiederbewaffnung und nukleare Teilhabe gehen dem Ende ihrer Lebensdauer entgegen.

Diese 47 48 49 vgl. 2007. So stießen die Überlegungen zu einer Wiederbewaffnung Deutschlands vor allem in Frankreich auf „ernste öffentliche und parlamentarische Widerstände“ (vgl. von Schubert 1977, S. 26). 1948, zit. nach Ebert 2010, S. 6. 1 Der deutsche Wehrbeitrag als „Eintrittskarte“ in die westlichen Bündnisse 37 persönliche Ablehnungsqoute lag (nach einer Emnid-Umfrage) von 1950 bis 1952 stabil bei gut 70 % der Befragten (vgl. Volkmann 1990, S. 50 Insofern ist die Feststellung schlüssig: „Nach zwei verlorenen Weltkriegen, so schien es, hatten die einstigen Musterschüler des Militarismus ihre Lektion gelernt.

Download PDF sample

Rated 4.59 of 5 – based on 45 votes